Coffee-Shop-Modell für den Görlitzer Park?

Hanf

In Berlin-Kreuzberg zeigen sich die Widersprüche der Drogenpolitik. Mutigere Schritte sind nötig.

In Berlin-Kreuzberg hat sich seit Längerem in und rund um den Görlitzer Park eine offene Dealer-Szene angesiedelt. Diese und der damit zusammenhängende Kundenverkehr werden von Polizei, Anwohnern und Gästen des Parks als Problem angesehen. Die Zahlen: Bis Ende Oktober 2014 führte die Polizei sage und schreibe 350 Razzien durch, es wurden über 2.200 Personen kontrolliert, rund 1.000 Platzverweise ausgesprochen, 200 Festnahmen durchgeführt, 800 Ermittlungsverfahren angestoßen – die Hälfte davon waren Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Spritzig durch den Büroalltag

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Die DAK legt eine Studie zum Hirndoping durch Erwerbstätige vor

Erschienen in der Telepolis v. 22.03.2015

Es gibt wenig belastbare Zahlen über die Verbreitung von Hirndoping. Schon vor sechs Jahren hatte sich die DAK aufgemacht dies zu ändern und eine groß angelegte Befragung durchgeführt. Damals hatte es in den Medien zwar gerauscht, las man die Zahlen aber genauer (Doping am Arbeitsplatz), konnte man weithin Entwarnung geben. Hirndoping – auch „Cognitive Enhancement“ genannt, war kein verbreitetes Phänomen. Nun legt die Krankenkasse erneut eine repräsentative Studie vor, in der das Doping am Arbeitsplatz untersucht wurde. Was gibt es Neues?

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Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

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Nach diversen Flops droht sich die pharmazeutische Industrie aus der Entwicklung von Anti-Dementiva zurückzuziehen.

Erschienen in der Telepolis v. 04.03.2015

Die Zahlen variieren, sie sind gleichwohl alarmierend. Bis 2050 sollen nach Schätzungen der UN weltweit 135 Millionen Menschen an Alzheimer oder einer anderen Demenzform erkrankt sein. Die Schicksale sind mit hohen Kosten verbunden, der Versicherungsbranche schwant böses. Ein nun vom „World Innovation Summit for Health“ (Wish) veröffentlichter Report weist darauf hin, dass trotz der Fortschritte in der Ursachenanalyse der Demenz eine Heilung der Krankheit nicht in Aussicht steht. Mehr noch: Die pharmazeutische Industrie droht sich aufgrund diverser Fehlschläge aus der der Entwicklung neuer Medikamente zurückzuziehen. Weiterlesen →

Google wird zur Künstlichen Intelligenz

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DeepMind-KI lernt aus Erfahrung

Ende Januar wurde die neueste Akquirierung von Google bekannt. Der Konzern kaufte für wohl 400 oder auch 500 Millionen US-Dollar ein Startup mit dem ambitionierten Namen DeepMind. Dort will man, so wirbt die Website, Maschinenlernen und Neurowissenschaft kombinieren, um leistungsstarke und vor allem universale Lernalgorithmen zu schaffen. Man nennt es Künstliche Intelligenz (KI).

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Ohne Legalisierung geht es nicht

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Erschienen in der Telepolis v. 28.12.2014

Vor 25 Jahren wurde ein drogenpolitisches Experiment gestartet, dessen Erfolge frappierend sind

Rund um den Hamburger Hauptbahnhof spielten sich Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mitunter erschreckende Szenen ab. Es hatte sich eine offene Drogenszene mit sichtbarer Verelendung etabliert. Insbesondere der Stadtteil St. Georg war von der Problematik betroffen und wurde zu Handel, Konsum und Prostitution genutzt. Die Junkies waren intoxikiert oder entzügig, litten unter Krankheiten wie HIV/AIDS und Obdachlosigkeit. Die Bürger reagierten unterschiedlich, empört, verängstigt, betroffen. Die Polizei versuchte zunächst massiv die Abhängigen durch Aufenthaltsverbote, Verhaftungen und andere Maßnahmen zu vertreiben und verdrängte damit allenfalls vorübergehend die Menschen aus dem Fokus ohne damit das Problem zu lösen. Bereits bestehende Drogenhilfeeinrichtungen und Bürger setzten sich für humane Lösungsansätze ein, so auch der Einwohnerverein St. Georg.

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Schmerz lass nach

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Opiate können zukünftig aus Zucker und gentechnisch veränderter Hefe hergestellt werden

Erschienen in der Telepolis
Von Jörg Auf dem Hövel

Die Gesellschaft leidet unter Schmerzen. Was auch immer es ist, die Entfremdung, der Körper, das Unbehagen – Schmerzmittel helfen. Der Markt ist groß, seit Jahren stehen Schmerzmittel ganz oben auf den Listen der meistverschriebenen Arzneien. Die Gruppe der Opiate und Opioide gilt dabei schon lange nicht mehr nur als Ultima Ratio in der Schmerztherapie, sondern ist vielgenutzt und unverzichtbar.
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Wo bleibt das Hirn?

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Das europäische Human Brain Project steht vor der Spaltung

Das Human Brain Project (HBP) der EU ist mit dem Ziel initiiert worden, das vorhandene Wissen über das Hirn zu sammeln und in einem zweiten Schritt das menschliche Denkorgan nachzubauen. Dafür sollen über eine Milliarden Euro fließen. Sowohl am Anspruch wie an der Summe wird seit bekannt werden des Projekts Anstoß genommen. Zu utopisch, zu teuer. Weiterlesen →

Nur die Hälfte der Geschichte

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Erschienen in der Telepolis
Von Jörg Auf dem HövelEin 88-Jähriger lebt gut – ohne die Verbindung seiner Gehirnhälften

Das Fachblatt „Neurocase“ hat den Fall eines 88-Jährigen US-Amerikaners vorgestellt , der seit seiner Geburt ohne die übliche Verbindung der beiden Großhirnhälften lebt. Normalerweise verbindet ein starkes Nervenbündel, der sogenannte Balken (lat. Corpus callosum), die rechte und linke Großhirnhälfte beim Menschen. Der Balken ist die zentrale Instanz in der Koordination dieser beiden Hemisphären. Weiterlesen →

Ein Atemzug

Erschienen in der Telepolis
Von Jörg Auf dem Hövel

Der Kurzfilm „Narcose“ zeigt den fünfminütigen Tauchgang des Apnoe-Tauchers Guillaume Néry – und seine Halluzinationen

Nie zuvor wurde die quasi-psychedelische Erfahrung des Extremtauchens so nahe gebracht. Die französische Kamerafrau und Regisseurin Julie Gautier hat den Apnoetaucher Guillaume Néry in Echtzeit auf seinen fünfminütigen Hochleistungstrip in die Unterwasserwelt begleitet.

Mit nur einem Atemzug gleitet er 125 Meter tief, wendet und durchlebt auf dem Rückweg einen Zustand zwischen CO2-Narkose und Tiefenrausch. Die Grenzen zwischen innerer und äußerer Welt verschwimmen, Néry oszilliert zwischen vergangenen Erlebnissen, Phantasie und Nahtoderfahrung.

Um überhaupt in solchen Tiefen überleben zu können, müssen Apnoetaucher komplizierte Atem- und Druckausgleichstechniken erlernen. Elastizität von Muskulatur, Brustkorb und Zwerchfell sind extrem verbessert, zudem sind sie in der Lage, bis zu 1,5 Liter Blut aus den Extremitäten in die Lunge zu verschieben.

Der Film ist auf Vimeo in HD zu betrachten.

Kriege, Katastrophen, Schicksale

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Erschienen in der Telepolis
Von Jörg Auf dem Hövel

Warum wir schlechte Nachrichten bevorzugen

Die Schlagzeilen gleichen sich tagtäglich. Kriege, Katastrophen, menschliche Schicksale. Nicht nur die Boulevardmedien bringen ihren Lesern die Welt über den Extremfall nahe. Sieht man von der medialen Konstruktionslust ab, so bleibt zu attestieren: Es geschehen schlimme Dinge und es scheint so, als ob wir alles über sie erfahren wollen. Missstände erregen unsere Aufmerksamkeit, deren Verbesserung nicht. Sicher, Meldungen des Glücks und der Mitmenschlichkeit werden eingestreut, sie scheinen aber eher der Stabilisierung des dunklen Gesamtkonstrukts zu dienen. „Gebt uns mehr gute Nachrichten“, hört man daher manchmal. Aber wollen wir diese wirklich hören?
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