Interview mit dem Kognitionsforscher John-Dylan Haynes

Berliner Zeitung v. 24.03.2007 Der Gedankenleser Interview mit dem Kognitionsforscher John-Dylan Haynes vom Berliner Bernstein-Center über die Möglichkeiten mittels Kernspintomografien dem Menschen beim Denken zuzusehen Das bildgebende Verfahren der funktionalen Magnetresonanz-Tomographie (engl: fMRI) ermöglicht Einblicke in die Funktionsweise des aktiven Gehirns, Wissenschaftler aus den Bereichen Neurologie, Kognitionswissenschaft und Biotechnologie nutzen die Apparate, um dem Menschen beim Denken zuzusehen.
Die Bilder haben enorme Suggestivkraft, decken sie doch eine bisherige Intimsphäre des Menschen auf: Denken und Emotionen liegen nun scheinbar offen, um auf dem Seziertisch von Psychologen und Hirnforschern analysiert zu werden.…

Interview mit dem Bremer Suchtforscher Heino Stöver

Hanfblatt, Nr. 1006, März 2007 „Die Verelendungsprozesse hören nur durch die Vergabe von Methadon oder Heroin nicht auf“ AZ & AdH Die Diskussion um den Umgang mit Genießern von psychoaktiven Substanzen wird weitestgehend vom präventiv-prohibitiven Ansatz dominiert. Aus dieser Perspektive scheint gar nichts anderes denkbar, als die irregeleiteten Jugendlichen und Erwachsenen auf den rechten Weg eines drogenfreien Lebens zurück zu führen.…

Interview mit Henning Voscherau über synthetische Opiate vom Staat und die erreichbaren Ziele der Drogenpolitik

telepolis, 04.03.2007 Die Heroinabgabe muss kommen Jörg Auf dem Hövel und AZ Interview mit Henning Voscherau über synthetische Opiate vom Staat und die erreichbaren Ziele der Drogenpolitik Sieben deutsche Großstädten wagen seit fünf Jahren ein drogenpolitisches Experiment. Sie vergeben reines Heroin an Abhängige, bei denen zuvor alle Therapieversuche gescheitert sind. Begleitet wird das Modellprojekt vom Hamburger Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung. Dieses legte nun einen Studienbericht mit einem positiven Fazit vor.…

Die schwarze Welle – Der Kaffee- und Kaffeehaus-Boom

Aus dem Hanfblatt, Nr. 106, März 2007 Vom Filterkaffee zur Latte Macchiato: Die Kaffeekultur erlebt den Höhepunkt ihres Booms Seit ein paar Jahren rollt eine schwarze Welle über Stadt und Land. Nachdem Kaffee lange Zeit ein Dasein als aus schnorchelnden Maschinen tropfende Plörre gefristet hat, ist der Wachmacher in neuer Aufmachung plötzlich wieder hip geworden. Espresso-Bars nach italienischem und Galao-Bars nach portugiesischem Vorbild, „Coffee to Go“ im US-Style, in den Privathaushalten mehren sich wuchtige und knuddelige Espresso-Maschinen, es gibt sogar Shops in Innenstadtlagen, die nur mit an Geschirrspüler erinnernden Aufmunitionierungs-„Pads“ für die neue Schnell-Schnell-Kaffeemaschinen-Generation ihren Umsatz generieren.…

Koffein – Ein Streckbrief

Aus dem Hanfblatt, Nr. 106, März 2007 Extrakt eines Koffein-Junkies Eine subjektive Kurzbilanz der Möglichkeiten und internationale Topologie des beliebten Wachmachers Ja, ich bin koffeinabhängig, und das ist auch gut so. Ja, ich konsumiere Koffein, auch wenn mich die nervositäts- und gereiztheitsfördernde Wirkung gelegentlich ebenso nervt, wie die sich vehement artikulierende Darmperistaltik, die Rumpelkammer im Magen, Sodbrennen und saures Aufstoßen, das ungeile Körpergefühl, die schlechte Durchblutung von Haut und Extremitäten, die Stauung in den Krampfadern, die Blähung der Hämorrhoiden, der Kopfdruck bis hin zum Kopfschmerz, die vielen unangenehmen Nebenwirkungen, die bisweilen auftreten können.…