„Alkoholfrei und spritzig“

Zur Geschichte der Mate-Brausen copyright by Achim Zubke Vortrag gehalten auf der Veranstaltung „Mate in Berlin“ am 30.6.17 in der brasilianischen Botschaft in Berlin Seit etwa fünf Jahren gibt es im Rahmen eines Kreativitätsbooms bei der Herstellung von Limonaden eine Fülle an neuen koffeinhaltigen Mate-Brausen und Mate-Eistees. Anfang 2017 sind bereits mehr als 30 verschiedene Anbieter mit Dutzenden von Mate-Getränken am Markt.…

Der Knaster-Mythos

Faserhanf (Cannabis sativa) wurde früher gelegentlich auf dem Lande, wie zahlreiche andere Kräuter auch, als Tabakersatz geraucht. Heinrich Marzell listet allein 40 hierfür genutzte Pflanzenarten in seinem „Neues illustriertes Kräuterbuch“ (1920/1935) auf. Dabei erwähnt er nicht einmal definitiv psychoaktive medizinische „Asthma-Kräuter“ wie den Stechapfel, an dessen gelegentlichem hedonistischen Gebrauch sich bis in die 1970er Jahre eine kleine experimentierfreudige Anhängerschaft erfreute, die sich entsprechende Zigaretten aus der Apotheke besorgte.…

Historische Texte

Cannabis und andere Rauschmittel im Spiegel der Jahrhunderte. Eine Sammlung seltener oder gar bislang verschollener Berichte.   Der Riambakultus
Aus einem Vortrag von Franz von Winckel (1890) Junggesellen und Haschisch
Graf von Baudissin plaudert drauf los (1925) Die Mysterien des Haschisch
Eine Ode des Ägypten-Reisenden M. Grohe aus dem Jahre 1863 Haschisch und Haschaschin
Ägyptische Skizzen von Ernst Klippel aus dem Jahre 1910 Beobachtung über die Wirkungen des Haschisch
Erfahrungen des Bremer Afrikaforschers Gerhard Rohlfs aus dem Jahre 1866 Das Haschischschmuggel-Museum in Alexandrien
Ein Sittenbild von E.…

Beobachtung über die Wirkungen des Haschisch des Bremer Afrikaforschers Gerhard Rohlfs 1866

Beobachtung über die Wirkungen des Haschisch Erfahrungen des Bremer Afrikaforschers Gerhard Rohlfs (1831 – 1896) Der bekannte deutsche Afrikaforscher Gerhard Rohlfs (Wikipedia) bereiste teilweise noch unbekannte Gebiete Nordafrikas und probierte selbstverständlich auch Haschisch. Hiervon berichtete er im Jahre 1866. (Der Text stammt aus Rohlfs Reisebericht: „Land und Volk in Afrika, Berichte aus den Jahren 1865-1870“, Bremen 1870) „Mursuk in Fessan, Ende Januars 1866.…

Haschisch und Unsterblichkeit: Ideen des Königlich Sächsischen Bezirksarztes Dr. F.R. Pfaff (1864)

Haschisch und Unsterblichkeit Ideen des Königlich Sächsischen Bezirksarztes Dr. Emil Richard Pfaff (1864) Im Grunde ist für den Menschen nur eine einzige Frage wirklich von Belang: Gibt es eine menschliche Seele, die in irgendeiner Form in einem Jenseits den körperlichen Tod überdauert? Der wissenschaftliche Erkenntnisweg macht da keine Hoffnung: Die individuelle Existenz verlischt demnach mit den Gehirnfunktionen. Das ist eine schockierende und betrübende Vorstellung für unsere Zentralinstanz das Ego, die es stets zu verdrängen sucht.…

Das Haschischschmuggel-Museum in Alexandrien – E. Koller (1899)

Das Haschischschmuggel-Museum in Alexandrien Ein Sittenbild von E. Koller aus dem Jahre 1899 „Seit Jahrhunderten und auch heutzutage noch ist der Haschischgenuß im Orient sehr verbreitet, und zwar frönt man ihm mit Vorliebe in den hierzu besonders eingerichteten, mit seltsamen Wandmalereien versehenen Kaffeehäusern, wo die Haschischpfeife die Runde macht und unter eintöniger Gesang- und Musikbegleitung die Raucher in träumerische Glückseligkeit wiegt.…

Grohe – Die Mysterien des Haschisch

Die Mysterien des Haschisch von M. Grohe (1863) M. Grohe war ein Künstler, der der Faszination des Orients folgte um eine längere Zeit in Ägypten zu leben. Sein 1863 in Heidelberg erschienenes Werk „Ein Orient-Buch“ ist ein wunderbares Zeugnis dieser orientalistischen Begeisterung. Besonders gerne hielt er sich im Kaffeehaus bei seinen Haschisch rauchenden einheimischen Freunden auf. Den folgenden Text aus dem „Orient-Buch“ kann man praktisch als eine Ode an das Haschisch verstehen.…

Amand Freiherr von Schweiger-Lerchenfeld: Schach matt! mit dem Höllenkraut Haschisch

Schach matt! mit dem Höllenkraut Haschisch Eine Skizze von Amand Freiherr von Schweiger-Lerchenfeld (1879) Amand Freiherr von Schweiger-Lerchenfeld (1846-1910) war ein vielschreibender österreichischer Journalist, der Südosteuropa und den Orient bereiste. Sein kurzer ungetitelt in dem Buch „Zwischen Pontus und Adria“ (1879) erschienener von typischen Vorurteilen, Kenntnisdefiziten und damit zusammenhängend beängstigenden subjektiven Erfahrungen geprägter Bericht aus (I-)Stambul gibt ein heute geradezu amüsantes Beispiel für eine insgesamt negative Bewertung des Exotikums „Haschisch“: „Ist der Kaffee in Folge seiner belebenden Eigenschaften eine Himmelsgabe, so muß das nicht weniger beliebte orientalische Reizmittel – das Haschisch – vorweg als ein wahrhaftiges Höllenkraut bezeichnet werden.…

Interview mit Michael A. Rinella über Plato, das Symposion und die philosophischen Ursprünge moderner Drogenpolitik

telepolis, 28.04.2010 „Für einen auf Ekstase beruhenden Pfad zur Weisheit war kein Platz mehr“ Interview mit Michael A. Rinella über Ekstase und Philosophie im Altertum und Plato als Ahnherrn der Drogenpolitik   Der us-amerikanische Autor Michael A. Rinella hat eine detailreiche Studie über die Ethik des Rausches in der griechische Philosophie und Gesellschaft veröffentlicht. Er beschreibt dabei den Sieg der Rationalität über die Ekstase während der klassische Periode zwischen 500 und 336 v.…

Klippel – Haschisch und Haschaschin aus den „Aegyptische Skizzen“

Haschisch und Haschaschin Ägyptische Skizzen von Ernst Klippel (1910) Ernst Klippel war ein großartiger Kenner der arabischen Welt, der diese jahrelang bereiste. Natürlich wußte er auch vom Haschisch zu berichten: „Die türkische Regierung sowohl als die ägyptische haben nämlich in ihrer bekannten Sorge um das Wohl ihrer Untertanen den Anbau und den Verkauf des gesundheitsschädlichen Narkotikums strenge verboten.
Die selbstverständliche Folge des Verbotes war die Entwicklung eines grossartigen Schmuggelsystems.…