Renntag in Zandvoort

Bei einem Radrennen gab es vor einigen Jahren mal eine vergleichbare Adrenalineinfuhr. Aber dies hier ist stärker, wilder, irrer. Wir sind gerade mit ein paar Männern, die zu Jungs wurden, zwei Runden auf der alten Formel 1 Strecke im holländischen Zandvoort gefahren und springen mit Riesenaugen aus dem Porsche 911. „Hassu gesehen, ich so, du so!“ Wortfetzen, Schultergeklopfe, ich geil, du geil. Ein Instructor vorne weg, wir hinterher. Dran bleiben, nicht mehr als zwei Wagenlängen Abstand. Wahnsinn, bei der Geschwindigkeit. Die Kurven reißen am Körper, das Lenkrad will woanders hin, aber nach einer Runde will man schneller, mehr, besser sein. Ein Heidenspaß. Angst als kleiner Begleiter, vor der Kuppe weiß man nie, was dahinter liegt. Egal, rüber, der Magen an der Bauchdecke, keine Zeit nachzudenken, nächste Kurve, scharf bremsen, Kacke, das wäre schneller gegangen, nächstes Mal. Wir überholen langsamere BMW 1 Cup Fahrzeuge, ha ha! Morgens noch Regen, das fällt ins Wasser, schlechte Stimmung. Später trockene Fahrbahn, besser so. Nach der Mittagspause Umstieg in ein Formel 3 Fahrzeug.

Fomel 3 in Zandvoort

Fomel 3 in Zandvoort

 

Noch heftiger. Der Körper schlägt gegen das Chassis in der Kurve, ich habe Angst das Lenkrad zum Schalten loszulassen. Das Ding liegt wie in Brett auf dem Asphalt, wir kommen nicht ansatzweise in den kritischen Bereich. Später dann ein Lamborghini Gallardo, eine runter gerockte Karre mit Mordskrach, durch den Aston Martin geht bei jedem Schaltvorgang in Ruck durch das Fahrzeug.

Das Beste: Man braucht das nicht im Alltag zu haben, so ein Auto. Wozu auch, zum geradeaus fahren auf der Autobahn? Witzlos.

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